Roulette Regeln

Online Roulette Regeln

Roulette wurde vermutlich im Italien des 18. Jahrhunderts entwickelt und gehört heutzutage zu den beliebtesten Glücksspielen weltweit. Roulettetische stehen in den meisten größeren Spielkasinos.

Wer die Regeln einmal verinnerlicht hat, kann jede Art von Roulette spielen. Die verschiedenen Spielvariationen sind weitestgehend identisch, so zum Beispiel auch beim Online Roulette. Die geringfügigen Unterschiede zwischen der französischen und der amerikanischen Spielvariante werden im Anschluss an die allgemeinen Roulette Regeln nochmals aufgegriffen.

der Roulettekessel eingelassen ist. Der Tisch ist mit einem Tuch bespannt, das mit dem Spielfeld, dem Tableau, bedruckt ist. Im Kessel dreht sich eine Scheibe mit 37 Zahlenfächern. Auf den Fächern sind die Zahlen von 1 bis 36, abwechselnd mit schwarzem und rotem Hintergrund aufgebracht. In einem weiteren Feld befindet sich eine Null auf grünem Grund.

Der Spieltisch wird durch Mitarbeiter des Casinos, den sogenannten Croupiers, betreut. Sie leiten das Spiel und wachen über die Einhaltung der Roulette Regeln. Üblicherweise sind insgesamt vier Croupiers für einen einzelnen Tisch zuständig.

Es gibt jedoch Ausnahmen, wie zum Beispiel beim Amerikanischen Roulette oder bei Spieltischen mit zwei Tableaus.

Das Spiel beginnt mit dem Einsatz. Jeder Spieler kann eine beliebige Anzahl von Jetons auf eines oder auf mehrere Felder setzen. Die Jetons besitzen verschiedene Werte – die Höhe des Einsatzes ist durch ein Minimum und ein Maximum eingeschränkt. Nach den Einsätzen lässt der Croupier die Roulettescheibe kreisen und wirft entgegengesetzt zur Rotationsrichtung der Spielscheibe die Kugel in den Kessel. Bis zur Anweisung “Rien ne va plus”, oder zu Deutsch “Nichts geht mehr”, kann weiterhin gesetzt werden. Nachdem die Kugel endgültig in einem Zahlenfach liegen geblieben ist, steht fest, welche Wetten erfolgreich waren.

Einsätze beim Roulette

Den höchsten Gewinn erhalten die Wetten auf einzelne Zahlen. Diese Art des Einsatzes nennt man “Plein”. Gewinnt ein Spieler damit, erhält er eine Auszahlung im Verhältnis 35:1 zum ursprünglichen Einsatz.

Es ist jedoch üblich, in diesem Fall einen Betrag in der Höhe des Einsatzes “Für die Angestellten” in den sogenannten Tronc zu geben. Da diese Regel im Allgemeinen Beachtung findet, wird die Gewinnerwartung dadurch auf 34:1 geschmälert.

Außer dem Plein gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Jetons zu setzen. Man unterscheidet dabei verschiedene “Chancen”.

Bei den einfachen Chancen wird der Gewinn im Verhältnis 1:1 ausbezahlt.

Gewettet wird dabei auf Farben (rot und schwarz), gerade und ungerade sowie niedrige (1-18) und hohe Zahlen (19-36).

Zahlreiche Variationen gibt es bei den mehrfachen Chancen, zu denen auch der eingangs beschriebene Plein gehört. Darüber hinaus gibt es den „Cheval“.

Beim Cheval legt man die Jetons genau auf die Linie zwischen zwei benachbarte Zahlen. Fällt die Kugel auf eine davon, gewinnt der Spieler im Verhältnis 17:1.

Bei der “Transversale pleine“ wird auf eine Dreierreihe des Tableaus gesetzt. Der Spieler legt dabei den Einsatz auf die Linie links oder rechts neben der Zahlenreihe. Die Auszahlungsquote beträgt in diesem Fall 11:1. Denselben Gewinn kann man durch “Les trois premiers” erzielen. Dabei handelt es sich lediglich um die besondere Bezeichnung für die Zahlenreihe 1-3.

Eine Auszahlungsquote von 8:1 erhält man bei einem Gewinn im “Carré”. Das Carré wird genau in die Mitte der vier angrenzenden Zahlen gesetzt, auf die man im nachfolgenden Spiel wetten möchte.

Dieselbe Quote gilt, wenn man auf die ersten vier Zahlen, den “Quatre premiers” setzt.

Berührt man mit seinen Jetons am Rand des Tableaus zwei Querreihen, so wettet man auf alle sechs Zahlen dieser beiden Reihen und erhält eine Quote im Verhältnis von 5:1.

Weiterhin ist das Zahlenfeld noch in drei gleichgroße Felder aufgeteilt. Dies ermöglicht das Setzen auf jeweils 12 Zahlen (erstes, mittleres und letztes Dutzend). Bei diesem Spiel kann eine Auszahlungsquote von 2:1 erreicht werden. Alternativ dazu kann auch auf die drei Reihen in Längsrichtung des Tableaus gewettet werden. Diese Reihen werden auch als Kolonnen bezeichnet.

Echte Rouletteprofis beherrschen auch die “Ansagespiele”. Für solche Spiele gibt es nur auf manchen Tableaus speziell ausgewiesene Felder. Auch ohne solches Feld kann der Spieler, wie der Name schon sagt, die Zahlen einfach ansagen. Beispielsweise kann auf ein Zahlenfeld und auf die benachbarten Felder (im Kessel) gleichzeitig gewettet werden. Oder der Spieler setzt auf bestimmte Zahlenserien, die im Roulettekessel aufeinanderfolgen. Ebenso kann man die “Finalen” spielen, also auf bestimmte Endziffern setzen.

Die Null beim Roulette

Eine Besonderheit stellt die Null (Zéro) dar. Da keine der einfachen Chancen bei Null gewinnt, sichert sich die Bank damit einen kleinen aber entscheidenden Vorteil. Endet das Spiel mit der Null, werden alle Einsätze auf einfachen Chancen gesperrt. Gewinnen diese Einsätze im nächsten Spiel, werden sie freigegeben und bleiben für die nächste Runde liegen. Verliert ein gesperrter Einsatz, ist er verloren.

Amerikanisches Roulette

Die auffallendste Eigenart des Amerikanischen Roulettes ist die doppelte Null. Es handelt sich dabei um ein weiteres Feld auf der Roulettescheibe. Im amerikanischen Roulettekessel befindet sich folglich ein zusätzliches Zahlenfach. Insgesamt gibt es also 38 Zahlen auf der Scheibe, womit sich die Auszahlungswahrscheinlichkeit für die Spieler verringert. Dies gilt besonders für die einfachen Chancen. Außerdem kennt die amerikanische Spielvariante keine gesperrten Einsätze. Fällt die Kugel auf die Null oder auf die Doppelnull, sind alle Jetons, die auf einfachen Chancen liegen, verloren. Zudem sind die amerikanischen Spieltische kleiner und für ein schnelleres Spiel ausgelegt. Die Spieler setzen selbstständig ohne Ansage an einen Croupier. Das spart Personal und beschleunigt das Spiel. Beim Amerikanischen Roulette gibt es übrigens keinen Tronc, was die Mathematiker unter den Spielern interessieren dürfte. Denn wenn man den fehlenden Tronc berücksichtigt, unterscheiden sich die Gewinnerwartungen nicht wesentlich vom Französischen Roulette – trotz Doppelnull. Im Ergebnis sind die Auszahlungsquoten nur anders auf die verschiedenen Chancen verteilt. Außer dem klassischen Tischspiel sei an dieser Stelle noch das Online Roulette erwähnt, das zunehmend an Beliebtheit gewinnt.

Regeln und System

Viele Spieler sind der Meinung, dass sie mit einem angeblich sicheren System Roulette spielen. Bislang ist jedoch kein Spielsystem bekannt, das zu einem garantierten Gewinn führt. Allerdings besteht die Möglichkeit, den Verlust mittelfristig zu minimieren oder wenigstens zu verzögern. Das bekannteste Spielsystem nennt sich “Martingale“. Dabei versucht der Spieler nach jeder verlorenen Runde, den Verlust durch eine anschließende Verdoppelung des Einsatzes wieder auszugleichen. Stünde ihm ein unbegrenztes Kapital zur Verfügung, könnte er den Spieleinsatz beliebig oft verdoppeln. Doch dieser Plan geht aufgrund des vorgegebenen Maximums nicht auf. Dadurch, dass der Höchsteinsatz begrenzt ist, trägt der Spieler am Ende das Risiko, einen Totalverlust zu erleiden, ohne weiter verdoppeln zu können. Dennoch kann der konsequente Martingalespieler davon ausgehen, einen relativ langen Zeitraum im Kasino zu verbringen, bis das verfügbare Kapital aufgebraucht ist. Es gibt darüber hinaus noch zahlreiche Abwandlungen der Martingale, deren Aufzählung den Rahmen dieser Spielanleitung sprengen würde. Letztendlich gilt die Feststellung, dass beim Roulette kein bekanntes System zum garantierten Gewinn führt.

© Copyright RouletteSpielen.de 1999-2012